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Asyl-, migrations- und integrationsfonds "AMIF" (2014-2020)

Förderziel:

In Österreich soll das AMIF Mehrjahresprogramm bestehende nationale Strategien zur Verwaltung und Betreuung von Migrationsströmen durch entsprechende Maßnahmen unterstützen und ergänzen. Dazu wurden spezielle Bereiche identifiziert, in welchen mithilfe einer EU-Finanzierung ein größtmöglicher Mehrwert zu den bereits bestehenden nationalen Maßnahmen erzielt werden kann.
Im Wesentlichen werden durch das Programm AMIF die Bereiche abgedeckt, die bisher durch den Europäischen Flüchtlingsfonds, den Europäischen Integrationsfonds und den Europäischen Rückkehrfonds gefördert wurden.


Das Nationale Programm des AMIF wurde von der Europäischen Kommission am 20. März 2015 genehmigt.


Spezifisches Ziel 1: Stärkung und Entwicklung der gemeinsamen Europäischen Asylsysteme


Innerhalb dieses Zieles finden sich drei nationale Prioritäten:

  • Nationale Priorität 1: Aufnahme
    Die Aufnahme von Asylwerbern soll durch folgende Maßnahmen verbessert und sichergestellt werden:
  • Schulungen für Mitarbeiter der Asylverwaltung, bei Asylbehörden bzw. für im Asylbereich relevante Dolmetscher
  • Rechtsberatung
  • Psychologische Betreuung
  • Nationale Priorität 2: Asylpolitik und Verfahren
    Gefördert wird in diesem Bereich:
  • die Qualitätssicherung und –entwicklung bzw. Strukturverbesserungen
  • die Erhebung von Herkunftsländerinformationen
  • Nationale Priorität 3: Resettlement
    In diesem Bereich werden freiwillige Maßnahmen betreffend Resettlement und humanitäre Hilfsaktionen unterstützt.


Spezifisches Ziel 2: Integration und legale Zuwanderung

  • Nationale Priorität 1: Einwanderung (Aktionen vor der Abreise)
  • Das Konzept „Integration von Anfang an“ spannt einen Bogen von Vorintegrationsmaßnahmen im Herkunftsland bis zum Erwerb der Staatsbürgerschaft. Da die Umsetzung dieses Konzeptes eine gewisse Flexibilität erfordert, werden Maßnahmen weiterhin aus nationalen und nicht aus EU-Mitteln finanziert.
  • Nationale Priorität 2: Integration
  • Gefördert werden hier folgende Schwerpunkte:
  • Sprache und Bildung: Geplant sind in diesem Bereich Projekte zum Spracherwerb insbesondere für Kinder und Jugendliche und berufsspezifische Sprachkurse
  • Vorbereitende Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration insbesondere für Jugendliche und Frauen, Beratung von Jugendlichen an der Schnittstelle Schule/Beruf, Unterstützung von Lehrpersonal und rasche Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen sollen die Erwerbstätigenquote von Drittstaatsangehörigen an die der Gesamtbevölkerung angleichen.
  • Werte & Willkommenskultur
  • In diesem Bereich wird die Teilhabe an der österreichischen Gesellschaft und die Identifikation mit Österreich gefördert.
  • Nationale Priorität 3: Kapazitäten: Durch die Schaffung von Vernetzungsebenen und Integrationsplattformen sowie den Austausch von best practice sollen Kommunikation und Erfahrungsaustausch der relevanten Akteure verbessert werden.


Spezifisches Ziel 3 - Rückkehr

  • Nationale Priorität 1: Begleitmaßnahmen
  • Zur Unterstützung des Ziels der Förderung Freiwilligkeit sollen folgende Maßnahmen zur Begleitung von Rückkehrverfahren umgesetzt werden:
  • Rückkehrvorbereitung in Schubhaft
  • Schulungen für alle im Rückkehrprocedere involvierten Mitarbeiter
  • Maßnahmen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Justiz
  • Nationale Priorität 2: Rückkehr
  • Zur Unterstützung des Ziels der Förderung Freiwilligkeit sollen folgende Maßnahmen zur Begleitung von Rückkehrverfahren umgesetzt werden:
  • Rückkehrberatung
  • Reintegrationsprogramme
  • Erlangung von Heimreisezertifikaten
  • Nationale Priorität 3: Kapazitäten
  • Operative Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedstaaten
  • Herkunftsländerrecherche
  • Austausch statistischer Daten zwischen den Mitgliedstaaten

Budget:
Mittelzuweisung für Österreich: 64,53 Mio. € für den Zeitraum 2014-2020


Rechtsakt:
Verordnung (EU) Nr. 514/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 zur Festlegung allgemeiner Bestimmungen für den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds und das Instrument für die finanzielle Unterstützung der polizeilichen Zusammenarbeit, der Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung und des Krisenmanagements https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32014R0514&qid=1425558216598&from=DE
Verordnung (EU) Nr. 516/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 zur Einrichtung des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds, zur Änderung der Entscheidung 2008/381/EG des Rates und zur Aufhebung der Entscheidungen Nr. 573/2007/EG und Nr. 575/2007/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und der Entscheidung 2007/435/EG des Rates


Ausschreibungen:
Aufrufe zur Einreichung von Projektvorschlägen finden Sie auf der Homepage des BM für europäische und internationale Angelegenheitens (für Vorhaben im Bereich „Integration“) bzw. auf der Homepage des BM für Inneres (für Vorhaben in den Bereichen „Asyl“ und „Rückkehr") sowie unter Termine/Fristen.



Weitere Informationen:


Bundesministerium für Inneres


Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten


Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF)


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Kontakte:


Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF)
Integrationszentrum Kärnten
Leiterin:

Mag. Mandana Poureh
10. Oktoberstraße 16
A-9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel.: 0463/503781
E-Mail: kaernten@integrationsfonds.at


Bundesministerium für Inneres
Abteilung V/4
Mag. Thomas Mühlhans
Minoritenplatz 9

A-1014 Wien
Tel: +43 1-53126-2785
E-Mail: BMI-V-4@bmi.gv.at


Bundeskanzleramt

Abteilung II/3
Tel: +43 501150-4213
E-Mail: abtVIII3@bmeia.gv.at